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Giardien – (k)ein gefährlicher Darmparasit ?!

 

Einleitung

Jetzt wo du auf diese Seite kommst, wirst du vermutlich bereits einige Artikel zum Thema Giardien gelesen haben. Wie dir dabei vielleicht aufgefallen ist, stammen diese inhaltlich im Grunde alle aus der selben Feder. Früher oder später laufen alle auf die Behandlung durch Medikamente wie Fenbendazol oder auch Metronidazol hinaus.

(Panacur® ist dabei nur der Markenname des in Deutschland einzigen Wirkstoffs, der für die Behandlung der Giardien-Infektion bei Hund und Katze offiziell zugelassen ist – nämlich das genannte Fenbendazol.)

Daher ist es mir wichtig, dir hier eine etwas andere Sichtweise der Dinge näher zu bringen. Dass diese nicht dem üblichen Narrativ entspricht und dich möglicherweise überraschen (wenn nicht schockieren) wird, ist dabei unvermeidlich. Das hier wird also NICHT das, was du zum Thema Giardien vielleicht erwartest.

Was sind Giardien?

Giardien sind zuerst mal ein bei Hunden weit verbreiteter Darmparasit, Durchfallerreger und „Nährstoffräuber“, der in (fast) jedem Hundedarm nachweisbar ist und vor allem beim Jungtier ernstzunehmende Durchfälle auslösen kann.

Trotzdem sind es aus meiner Erfahrung nicht die Giardien selbst, die für deinen Hund wirklich eine Bedrohung darstellen!

Viel verheerender für die Gesundheit deines Tieres ist hingegen die übliche Behandlung mit Antibiotika wie Fenbendazol oder Metronidazol, die durch die gestellte Diagnose „Giardien-Infektion“ überhaupt erst begonnen bzw. gerechtfertigt wird.

Giardien – Türöffner für medikamentöse Langzeitbehandlung

Diese chemischen Wirkstoffe mit antibakterieller Wirkung schaden dem Körper deines Hundes aufgrund ihrer Nebenwirkungen viel mehr, als die Giardien es vermutlich jemals könnten… Für viele ahnungslose Hundehalter beginnt genau mit diesen Medikamenten jener Alptraum, den sie durch die Behandlung eigentlich verhindern wollten!

Es mag paradox klingen, aber wer als Hundehalter (vor allem bei einem Welpen) alles richtig machen will und den üblichen Standart-Therapien ahnungslos zustimmt, für den beginnt sich oft sehr schnell das „Medikamenten-Karussell“ zu drehen!

Falls du jetzt denkst ich wäre übergeschnappt, guck dir an dieser Stelle bitte dieses Interview an – es steht stellvertretend für Hunderte Gespräche dieser Art, die ich während meiner Laufbahn als Tierarzt für Hunde schon geführt (aber leider nicht aufgezeichnet) habe.

Um es nochmals ganz deutlich zu sagen:

Nachdem die Giardien-Infektion mittels Schnelltest bequem nachgewiesen wurde, beginnt für viele Halter eine regelrechte „Behandlungs-Odyssee“. Dabei wird dein Tier durch die dauerhaft verabreichten chemischen Medikamente weitaus stärker geschädigt, als durch die Giardien-Infektion.

Warum schaden Medikamente mehr als das sie nützen?

Nun im Wesentlichen hat die von Tierärzten gegen Giardien vorschriftsmäßig geschwungene „chemische Keule“ eine massive Schädigung des Darms zur Folge!

Daraus leiten sich für den Körper weitreichende und gravierende Folgen ab:

1. Der Darm ist das wichtigste Organ des Immunsystems! Kann sich dieses nicht wie natürlicherweise vorgesehen entwickeln, so können Allergien, Unverträglichkeiten oder auch (lebenslange) Anfälligkeit für Infektionen aller Art (durch Viren, Bakterien, Einzeller oder Parasiten) die Folge sein.

2. Chemikalien (zer)stören immer auch die Darmflora, also das mikrobielle Gleichgewicht im Darm, welches für das Überleben des Tieres aus vielerlei Gründen unerlässlich ist! (Die völlig unterschätzte Bedeutung der Mikroorganismen im Darm kann man schon allein daran erkennen, dass ihre Anzahl die Zahl der körpereigenen Zellen um ca. das 10-fache übersteigt. Heißt: Im gesunden Darm deines Hundes leben 10x mehr Mikroorganismen, als dein Hund körpereigene Zellen hat!)

3. Der Darm und das Gehirn stehen in intensivem (nervalen) Austausch – man spricht von der sogenannten Darm-Hirn-Achse. Dabei übt der Nervus Vagus eine entscheidende (parasympathische) Beeinflussung des Gehirns aus – er wirkt beruhigend und entspannend. Wird dieser Mechanismus durch die Schädigung des Darms beeinträchtigt, so kann das Ergebnis ein ängstliches, nervöses, zitterndes Nervenbündel von Hund sein, das nicht hört, sich nicht konzentrieren kann, ständig wegrennt und/oder meinetwegen ständig Kot frisst. ADHS für Hunde wenn man so will.

4. Von der Verdauung haben wir noch gar nicht gesprochen – ein geschädigter Darm kann die Nahrung nicht mehr vollständig aufspalten und die Nährstoffe nicht aufnehmen. Manche für den Hund lebenswichtigen Nährstoffe werden durch die unter 2. erwähnten natürlichen Darmbakterien überhaupt erst hergestellt! Nährstoffmangel ist daher die vorhersehbare Folge.

5. Darm und Haut sind eng verbunden und haben embryologisch gesehen die selbe Abstammung bzw. Entstehung. Vor allem Hunde, die über längere Zeiträume mit Medikamenten (gegen Giardien) behandelt wurden, haben daher in aller Regel auch Hautprobleme wie Juckreiz, Haarausfall / stumpfes Fell, Hotspots und/oder Ohrenentzündung.

An dieser Stelle seien dir meine Artikel zum Thema Juckreiz, Durchfall und Ohrenentzündung sowie die Erklärung des embryologischen Zusammenhangs von Darm und Haut im folgenden Video wärmstens ans Herz gelegt.

All diese aufgezählten Zusammenhänge sind der Grundstein für chronische (Darm)Probleme aller Art, die Hund und Halter manchmal monatelang (wenn nicht jahrelang) beschäftigen und sich später in Form von vielen verschiedenen Symptomen zeigen. Diese werden vom Halter aufgrund der zeitlichen und örtlichen Trennung in der Regel nicht mehr mit der ursächlichen Antibiotika-Behandlung in Beziehung gebracht.

Durch dieses Szenario werden bereits Jungtiere zu Dauerpatienten verwandelt, die später immer wieder mit schweren bis unstillbaren Durchfällen zu kämpfen haben, ihr Futter nicht vertragen, an Ohren- oder Analdrüsenentzündungen leiden und/oder Hautproblem bekommen.

Da Leber und Bauchspeicheldrüse als sogenannte „Darmanhangsdrüsen“ direkt in den Darm münden, liegt auch bei Erkrankungen dieser zwei Organe ein Zusammenhang mit der initialen Schädigung des Darms (durch Antibiotika) auf der Hand.

Alles ein wie gesagt selbstgemachter Krankheitsverlauf, wie er mir immerwieder von Haltern geschildert wurde.

Am Beispiel Giardien zeigt sich deutlich, dass die Maßnahmen der modernen Tiermedizin eine entscheidende Rolle in der Entstehung, Begünstigung oder Verschlimmerung von Problemen spielen, die später bei weitem nicht mehr nur auf den Darm begrenzt sind.

Dass Antibiotika neben Haut- und Darmproblemen auch für Symptome wie Trägheit, Energielosigkeit und allgemeine Schwäche mitverantwortlich sind, habe ich in diesem Video erklärt:

Die Lösung für Durchfall – Was ist zu tun?

Die notwendigen Maßnahmen um Giardien-Infektionen zu begegnen, sind aufbauend auf den geschilderten Zusammenhängen gleichermaßen umfangreich wie logisch.

Guck dir zum besseren Verständnis bitte das folgende Video an – hier ist die Funktion des Darms als Tor zum Körper erklärt. Daraus leiten sich alle nötigen Gegenmaßnahmen ab.

Sie setzen vorne bei der Vermeidung von sämtlichen chemischen Fremdstoffe an – hier kommen neben Antibiotika sämtliche Medikamente, Spot-Ons, Impfungen, Wurmtabletten oder auch Zeckenhalsbänder in Frage.

Natürlich muss auch die Ernährung umgestellt werden – alles was aus einem Sack oder einer Dose kommt, bis zu 2/3 aus Kohlenhydraten besteht und sich PremiumDeluxeHypoSuper Spezialfutter schimpft, nutzt nur dem Hersteller und dem Tierarzt, der es verkauft. Aber nicht dir und schon gar nicht deinem Hund.

Weiterhin muss der Darm und die Darmflora behutsam aufgebaut & gestärkt werden – heißt Ernährungsumstellung, Darmsanierung & Milieuoptimierung. Parallel dazu muss der Nährstoffmangel behoben werden.

Da der Darm wie bereits geschildert auch eine Entgiftungsfunktion für den Körper hat, wird jede Reduzierung der Vergiftung ( bzw. Schadstoffbelastung) des Körpers im besonderen auch immer dem Darm zugute kommen. Durchfall als das Kardinalsymptom des Darms verschwindet in dem Maße, in dem der Darm geheilt wird. Dieser Prozess erfordert allerdings Geduld und Zeit.

Da Giardien genau wie alle anderen Erreger natürlicherweise von der Darmflora und dem Immunsystem in Schach gehalten werden würden, ist der gleichzeitige Aufbau der körpereigenen Abwehrkräfte ebenfalls unabdingbar.

Wird die Ausbreitung von Erregern wie Giardien durch eine gesunde, intakte Darmflora und ein intaktes Immunsystem im Darm auf natürliche Weise eingedämmt bzw. in Schach gehalten, so verschwindet der Durchfall zusammen mit allen anderen Begleiterscheinungen schlussendlich von selbst.

Die Prognose von Giardien-Infektionen ( auch wenn sie schon eine chronische Natur angenommen haben) ist aufgrund der intensiven Zellteilung und außerordentlichen Regenerationsfähigkeit der Darmzellen auch in sehr fortgeschrittenen Krankheitsverläufen immer noch als gut zu bezeichnen.

Wenn der Halter ganzheitlich alle genannten Punkte konsequent umsetzt, sind Heilungsverläufe wie dieser hier die logische Konsequenz.

Wer sich als Hundehalter ebenfalls auf einen ganzheitlichen und chemiefreien Weg begeben möchte, kann sich gerne einen Termin bei mir und meinem Team buchen.

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